Lebenswelt Bett (1911-44)

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Bettlägerigkeit

Diese Fortbildung befasst sich mit der Bettlägerigkeit und den damit verbundenen Begleitumständen sowohl von jungen als auch betagten Erkrankten.
Bettlägerigkeit verändert das Leben von Pflegebedürftigen.
Dabei macht es oft keinen Unterschied, ob es sich um multimorbide und an Demenz erkrankte Menschen handelt, oder temporär eingeschränkte Patienten.
Die Bedeutung und Auswirkungen dieser Lebensumstände für Betroffene, Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende, Mitbewohner und Therapeutinnen werden in diesem Tagesseminar umfassend und praxisnah erörtert und unterrichtet.

Pflegebedürftigkeit
Wie können wir verstehen und nachempfinden, was Bettlägerigkeit für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld bedeutet?
Welche Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um den Pflegebedürftigen Lebensqualität und Lebendigkeit zu ermöglichen, sie in dieser Situation zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern?

Probleme durch Bettlägerigkeit

Für gesunde Menschen ist das Bett ein Ort der Erholung und Entspannung und des Schlafes.
Für Pflegende, Ärztinnen und Therapeutinnen ist das Bett eine Arbeitsfläche.
Für den Pflegebedürftigen ist das Bett der verbliebene Lebensraum für die ihm verbleibende Lebenszeit.
Der Bettlägerige Mensch hat nur noch rund 1,9 Quadratmeter „Wohnfläche“ für seine Lebenszeit, hier spielt sich alles ab:
Wohnen, Essen, Waschen, „zur-Toilette-gehen“ – das Bett wird zum allumfassenden Lebensraum.
Wie also schaffen es Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende oder Therapeutinnen, diesen Lebensraum so angenehm und gemütlich wie auch praktisch zu gestalten und den Pflegebedürftigen im besten Fall in diese Gestaltung mit einzubeziehen?
Unter den folgenden Gesichtspunkten vermittelt Ihnen das Seminar Inhalte, die zu einem besseren Verständnis helfen und zu neuen Ideen anregen können.

  • Der Mensch, der im Bett lebt – Wahrnehmung und Funktionen des menschlichen Daseins

  • Was führt zu Bettlägerigkeit – Aus der Sicht eines Patienten vs. aus der Sicht von Pflegenden, Betreuenden und Therapeutinnen
  • Interprofessioneller Dialog – Der umfassende Blick auf jeden einzelnen Betroffenen unter Berücksichtigung der biografischen Daten, Copingstrategien und individuellen Lebenserfahrungen
  • Helfen, sich Zeit nehmen, loben und mobilisieren – Kognitive Fähigkeiten fördern, Bewegung schmackhaft machen & Hilfestellungen anbieten
  • Geborgenheit im Zimmer ermöglichen – Verlust des „Zuhause-Gefühls“
  • Sprechen und berühren – Berührungen ermöglichen und am aktuellen sozialen Geschehen teilhaben lassen
  • Auf Augenhöhe mit dem Patienten sprechen – Nicht von oben herab

Jeder von Ihnen wünscht sich die beste Gesundheit bis in das hohe Alter. Wird dies jedoch durch Krankheiten oder Unfälle negativ beeinflusst, bleibt der Wunsch nach einem hohen Maß an Menschlichkeit derer, die sich um Ihre Bedürfnisse des täglichen Lebens kümmern. Pflegende, Ärztinnen, Betreuende, Therapeutinnen, Angehörige und Freunde sollten an einem Strang ziehen und bewusst wahrnehmen, wie sich der „Lebensraum Bett“ anfühlt.

Diese Fortbildung unterstützt Sie, Bedürfnisse der Pflegebedürftigen gezielter zu erkennen und bewusst deren Willen als eigenständig wahrzunehmen.

Zielgruppe

Alle (ohne Einschränkungen)

Referent

Baumbach, Sabine

Literaturempfehlung

“Palliativpflege bei Demenz” von Monique Weissenberger-Leduc, Springer Verlag Wien, 2009 

“Palliative Care” von Kränzle, Schmidt, Seeger, Springer Verlag Berlin/Wien 2015
Nydahl, P., Bartoszek G. (2003): Basale Stimulation – neue Wege in der Pflege Schwerstkranke. Urban & Fischer Verlag.

Kojer, M., Schmidl (M.) (2011): Demenz und Palliative Geriatrie in der Praxis. Springer Verlag Wien.
Fröhlich, A., Christel Bienstein (2008 Basale Stimulation in der Pflege Verlag Kallmeyer, 5. Auflage 

gesamte Ausgabe Pflegen: Demenz – Über die Sinne erreichen. Kallmeyer 1. Quartal 2009

Baumbach, S. (2013): Lebenswelt Bett. praxis-ergotherapie, 5/2013 

Baumbach, S. (2014): Wenn sich das Leben auf den Lebens-«Raum» Bett reduziert. praxis- ergotherapie, 6/2014

Uhrzeiten

Donnerstag, der 07.11.2019 von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Seminarnummer1911-44
Beginn07.11.2019
Ende07.11.2019
Unterrichtseinheiten8
Fortbildungspunkte8
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr129,00 €*
Besonderheiten

*Zzgl. 10,00 € für Skriptgebühr und Arbeitsmaterialien . In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks. Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

Für die Teilnahme können 8 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werden -> weitere Informationen / Voraussetzungen finden Sie HIER.

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