Lebenswelt Bett (1903-42)

Beendet

Nächster Termin: 07.11.2019
Diese Fortbildung befasst sich mit der Bettlägerigkeit und den damit verbundenen Begleitumständen von jungen und betagten Erkrankten. Bettlägerigkeit verändert das Leben von Pflegebedürftigen. Dabei macht es oft keinen Unterschied, ob es sich um multimorbide und an Demenz erkrankte Menschen handelt, oder temporär eingeschränkte Patienten. Die Bedeutung und Auswirkungen dieser Lebensumstände für Betroffene, Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende, Mitbewohner und Therapeutinnen werden in diesem Tagesseminar umfassend und praxisnah erörtert und unterrichtet.

Wie können wir verstehen und nachempfinden, was Bettlägerigkeit für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld bedeutet? Welche Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um, den Pflegebedürftigen Lebensqualität und Lebendigkeit zu ermöglichen, sie in dieser Situation zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern?

Für gesunde Menschen ist das Bett ein Ort der Erholung und Entspannung und des Schlafes. Für Pflegende, Ärztinnen und Therapeutinnen ist das Bett eine Arbeitsfläche. Für den Pflegebedürftigen ist das Bett der verbliebene Lebensraum für die ihm verbleibende Lebenszeit. Der Bettlägerige Mensch hat nur noch rund 1,9 Quadratmeter „Wohnfläche“ für seine Lebenszeit, hier spielt sich alles ab: Wohnen, Essen, Waschen, „zur-Toilette-gehen“ – das Bett wird zum allumfassenden Lebensraum.
Wie also schaffen es Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende oder Therapeutinnen, diesen Lebensraum so angenehm und gemütlich wie auch praktisch zu gestalten und den Pflegebedürftigen im besten Fall in diese Gestaltung mit einzubeziehen? Unter den folgenden Gesichtspunkten vermittelt Ihnen das Seminar Inhalte, die zu einem besseren Verständnis helfen und zu neuen Ideen anregen können.

  • Der Mensch, der im Bett lebt – Wahrnehmung und Funktionen des menschlichen Daseins

  • Was führt zu Bettlägerigkeit – Aus der Sicht eines Patienten vs. aus der Sicht von Pflegenden, Betreuenden und Therapeutinnen
  • Interprofessioneller Dialog – Der umfassende Blick auf jeden einzelnen Betroffenen unter Berücksichtigung der biografischen Daten, Copingstrategien und individuellen Lebenserfahrungen
  • Helfen, sich Zeit nehmen, loben und mobilisieren – Kognitive Fähigkeiten fördern, Bewegung schmackhaft machen & Hilfestellungen anbieten
  • Geborgenheit im Zimmer ermöglichen – Verlust des „Zuhause-Gefühls“
  • Sprechen und berühren – Berührungen ermöglichen und am aktuellen sozialen Geschehen teilhaben lassen
  • Auf Augenhöhe mit dem Patienten sprechen – Nicht von oben herab

Jeder von Ihnen wünscht sich die beste Gesundheit bis in das hohe Alter. Wird dies jedoch durch Krankheiten oder Unfälle negativ beeinflusst, bleibt der Wunsch nach einem hohen Maß an Menschlichkeit derer, die sich um Ihre Bedürfnisse des täglichen Lebens kümmern. Pflegende, Ärztinnen, Betreuende, Therapeutinnen, Angehörige und Freunde sollten an einem Strang ziehen und bewusst wahrnehmen, wie sich der „Lebensraum Bett“ anfühlt.

Dieser Kurs unterstützt Sie, Bedürfnisse der Pflegebedürftigen gezielter zu erkennen und bewusst deren Willen als eigenständig wahrzunehmen.

Zielgruppe

Alle (ohne Einschränkungen)

Referent

Baumbach, Sabine

Literaturempfehlung

“Palliativpflege bei Demenz” von Monique Weissenberger-Leduc, Springer Verlag Wien, 2009 

“Palliative Care” von Kränzle, Schmidt, Seeger, Springer Verlag Berlin/Wien 2015
Nydahl, P., Bartoszek G. (2003): Basale Stimulation – neue Wege in der Pflege Schwerstkranke. Urban & Fischer Verlag.

Kojer, M., Schmidl (M.) (2011): Demenz und Palliative Geriatrie in der Praxis. Springer Verlag Wien.
Fröhlich, A., Christel Bienstein (2008 Basale Stimulation in der Pflege Verlag Kallmeyer, 5. Auflage 

gesamte Ausgabe Pflegen: Demenz – Über die Sinne erreichen. Kallmeyer 1. Quartal 2009

Baumbach, S. (2013): Lebenswelt Bett. praxis-ergotherapie, 5/2013 

Baumbach, S. (2014): Wenn sich das Leben auf den Lebens-«Raum» Bett reduziert. praxis- ergotherapie, 6/2014 


Uhrzeiten

Donnerstag, der 21.03.2019 von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Seminarnummer1903-42
Beginn21.03.2019
Ende21.03.2019
Unterrichtseinheiten8
Fortbildungspunkte8
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr129,00 €
Besonderheiten

Für die Teilnahme können 8 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werden.

Beendet

Immer auf dem Laufenden sein?
Newsletter anmelden

Hier geht's zu tollen Artikeln!
Leibniz Kolleg Blog

Vorträge und Workshops

Lachyoga in der Therapie - Ein Workshop
19.07.2019
Hier geht's zur Anmeldung
 
Faszination face reading - Ein Erlebnisvortrag
08.08.2019
Hier geht's zur Anmeldung
 
Basiskurs Gewaltfreie Kommunikation
21.-23.08.2019
Hier geht's zur Anmeldung
 
Häusliche Gewalt im Pflegekontext
05.-06.09.2019
Hier geht's zur Anmeldung

 

Ausbildungen

K-Taping Pädiatrie
24. - 25.08.2019
Hier geht's zur Anmeldung
 
Bildungsurlaub Face reading moderne Psycho-Physiognomik
04. - 06.09.2019
Hier geht's zur Anmeldung
 
Das SZET-Konzept: Schlucken und Zungenruhelage Effizient Therapieren
08. - 09.09.2019
Hier geht's zur Anmeldung
 
Kompaktausbildung zum Entspannungstrainer/therapeuten
16. - 22.09.2019
Hier geht's zur Anmeldung
 
PNT Trainer Ausbildung Trampolinakademie nach Placht
18. - 20.10.2019
Hier geht's zur Anmeldung

Weitere Veranstaltungstipps im Raum Hannover im Veranstaltungskalender auf eventfinder

Leibniz Kolleg Hannover
Schulungszentrum;
ein Unternehmen von
activera - Innovation in Helathcare
Innovation in Healthcare


activera® ist eine eingetragene Marke

Alle Kurse und Seminare hier im Seminarkalender

Seminarkalender