Lebenswelt Bett (1810-116)

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Wie können wir verstehen und nachempfinden, was Bettlägerigkeit für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld bedeutet? Welche Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um, den Pflegebedürftigen Lebensqualität und Lebendigkeit zu ermöglichen, sie in dieser Situation zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern?

Bettlägerigkeit verändert das Leben der Pflegebedürftigen, meist hochbetagten multimorbiden und an Demenz erkrankten Menschen umfassend und hat bedeutenden Auswirkungen auf Angehörige Freunde, Pflegende, Betreuende, Mitbewohner & Therapeutinnen.

Für gesunde Menschen ist das Bett ein Ort der Erholung und Entspannung und des Schlafes. Für Pflegende, Ärztinnen und Therapeutinnen ist das Bett eine Arbeitsfläche. Für den Pflegebedürftigen ist das Bett der verbliebene Lebensraum für die ihm verbleibende Lebenszeit. Der Bettlägerige Mensch hat nur noch rund 1,9 Quadratmeter „Wohnfläche“ für seine Lebenszeit, hier spielt sich alles ab: Wohnen, Essen, Waschen, „zur-Toilette-gehen“ – das Bett wird zum allumfassenden Lebensraum.

Wie also schaffen es Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende oder Therapeutinnen, diesen Lebensraum so angenehm und gemütlich wie auch praktisch zu gestalten und den Pflegebedürftigen im besten Fall in diese Gestaltung mit einzubeziehen? Unter den folgenden Gesichtspunkten vermittelt Ihnen das Seminar Inhalte, die zu einem besseren Verständnis helfen und zu neuen Ideen anregen können.

  • Der Mensch, der im Bett lebt – Wahrnehmung und Funktionen des menschlichen Daseins

  • Was führt zu Bettlägerigkeit – Aus der Sicht eines Patienten vs. aus der Sicht von Pflegenden, Betreuenden und Therapeutinnen
  • Interprofessioneller Dialog – Der umfassende Blick auf jeden einzelnen Betroffenen unter Berücksichtigung der biografischen Daten, Copingstrategien und individuellen Lebenserfahrungen
  • Helfen, sich Zeit nehmen, loben und mobilisieren – Kognitive Fähigkeiten fördern, Bewegung schmackhaft machen & Hilfestellungen anbieten
  • Geborgenheit im Zimmer ermöglichen – Verlust des „Zuhause-Gefühls“
  • Sprechen und berühren – Berührungen ermöglichen und am aktuellen sozialen Geschehen teilhaben lassen
  • Auf Augenhöhe mit dem Patienten sprechen – Nicht von oben herab

Jeder von Ihnen wünscht sich die beste Gesundheit bis in das hohe Alter. Wird dies jedoch durch Krankheiten oder Unfälle negativ beeinflusst, bleibt der Wunsch nach einem hohen Maß an Menschlichkeit derer, die sich um Ihre Bedürfnisse des täglichen Lebens kümmern. Pflegende, Ärztinnen, Betreuende, Therapeutinnen, Angehörige und Freunde sollten an einem Strang ziehen und bewusst wahrnehmen, wie sich der „Lebensraum Bett“ anfühlt.

Dieser Kurs unterstützt Sie, Bedürfnisse der Pflegebedürftigen gezielter zu erkennen und bewusst deren Willen als eigenständig wahrzunehmen.

Zielgruppe

Ärzte
Gesundheits- & Krankenpfleger/innen
Palliativ- u. Hospizpflege
Patienten / Angehörige
Pflegeberufe
Therapeutische Berufe

Referent

Baumbach, Sabine

Literaturempfehlung

“Palliativpflege bei Demenz” von Monique Weissenberger-Leduc, Springer Verlag Wien, 2009 

“Palliative Care” von Kränzle, Schmidt, Seeger, Springer Verlag Berlin/Wien 2015
Nydahl, P., Bartoszek G. (2003): Basale Stimulation – neue Wege in der Pflege Schwerstkranke. Urban & Fischer Verlag.

Kojer, M., Schmidl (M.) (2011): Demenz und Palliative Geriatrie in der Praxis. Springer Verlag Wien.
Fröhlich, A., Christel Bienstein (2008 Basale Stimulation in der Pflege Verlag Kallmeyer, 5. Auflage 

gesamte Ausgabe Pflegen: Demenz – Über die Sinne erreichen. Kallmeyer 1. Quartal 2009

Baumbach, S. (2013): Lebenswelt Bett. praxis-ergotherapie, 5/2013 

Baumbach, S. (2014): Wenn sich das Leben auf den Lebens-«Raum» Bett reduziert. praxis- ergotherapie, 6/2014 


Uhrzeiten

Donnerstag, der 18.10.2018 von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Seminarnummer1810-116
Beginn18.10.2018
Ende18.10.2018
Unterrichtseinheiten8
Fortbildungspunkte8
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr99,00 € *
Besonderheiten

• Für die Teilnahme können 8 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werden.

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