Das Konzept des Inneren Dorfes (2011-151)

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Das Leben bewusst gestalten – ESPERE nach Jacques Salomé

Das Konzept des Inneres Dorfes – ein Weg zu Selbsterkenntnis, mehr Selbstkompetenz und Handlungsfreiheit
Unser Handeln im Alltag wird von verschiedensten Motivationen beeinflusst.

Verantwortlich dafür sind unterschiedliche innere Anteile (DorfbewohnerInnen).
Wir nehmen bewusst Kontakt zu ihnen auf und machen sie mit Hilfe von Figuren oder Personen sichtbar. Wir erforschen spielerisch ihre Bedürfnisse, Anliegen und was sie mitzuteilen haben.

Welche Rolle spielen sie in unserem Leben?
Was ist jeweils ihre Rolle in herausfordernden Situationen wie Konflikten und bei Entscheidungen? Dabei geht es um ein gutes Miteinander?

Aus der Arbeit mit dem Inneren Dorf aus ESPERE nach Jacques Salomé erwächst ein größeres Verständnis für sich selber und andere und so neben der Fähigkeit zur Selbstannahme und Selbstregulierung eine größere soziale Kompetenz.
Dieses Konzept ist sowohl für die Gestaltung des Alltags mit seinen Herausforderungen als auch für Beratungen und therapeutische Begleitungen ein effektives, unterstützendes Handwerkzeug

Konzept – Inneres Dorf aus ESPERE nach Jacques Salomé

Im Alltag werden wir meist von unterschiedlichen Motivationen geleitet. Verantwortlich sind verschiedene Innere Anteile in uns, die unser Handeln beeinflussen – meist unbewusst – und oft im Widerstreit miteinander liegen.
Z.B. kann es Ängstliche und Mutige, Pflicht-bewusste und Genießende, Kritisch/Strenge und Verspielte, Verletzte und Vertrauensvolle geben.
Das ist uns vertraut und wir haben die Fähigkeit, damit umzugehen.
Doch in Situationen, die uns herausfordern, wie z.B. in Konfliktsituationen oder bei Entscheidungen kann ein Gegeneinander viel Kraft kosten und unsere Lebens-Energie und unser kreatives Potential blockieren.

Mit Hilfe von Figuren oder Personen im Außen sichtbar gemacht, werden wir die inneren Anteile spielerisch miteinander in Dialog bringen und so herausfinden, wer was zu sagen hat:

• Wer mischt sich da ein und will mit entscheiden?
• Was sind ihre Motive und Qualitäten?
• Welche Anteile liegen miteinander im Zwist?
• Was brauchen sie, um sich gegenseitig zu respektieren und miteinander zu kooperieren?
• Welche Anteile können sich gegenseitig unterstützen?

In der Vielfalt unserer inneren Anteile liegt ein wundervolles kreatives Potential. Indem wir lernen, uns ihnen empathisch zuzuwenden, können wir sie zu einem konstruktiven Miteinander führen. Meist ist die Folge ein tieferes Verständnis für sich selbst und Andere, eine gewachsene Selbst-Annahme und Selbstregulierungsfähigkeit in herausfordernden Situationen.
Dieser Erkenntnisprozess ermöglicht, jene erwachsenen Anteile in uns zu stärken, die in der Lage sind, immer mehr Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und auch in herausfordernden Situationen klar und handlungsfähig bleiben können.

Das Konzept des „Inneren Dorfs“ aus ESPERE nach Jacques Salomé geht noch über das „Innere Team“ nach Schulz v.Thun hinaus, indem es die inneren Anteile, die unser Handeln im Alltag bestimmen, sinnlich erfahrbar und bewusst handhabbar macht. Die Sicht von außen auf das Beziehungsgeschehen lässt die innere Dynamik besser begreifen und somit Situationen neu gestalten.)
Durch diesen kreativen Umgang mit unseren DorfbewohnerInnen bekommen spielerisch Zugang zu unserem unbewussten Wissen.

Die Arbeit mit dem Inneren Dorf ist so auch für den Klärungs- und Heilungsprozess in Beratungen und bei therapeutischen Begleitungen ein effektives Handwerkzeug.

Seminar-Inhalte

• Grundlagen und Werkzeuge von ESPERE, insbesondere
• Externe Visualisierung
• Integration des Unbewussten
• Konzept des Inneren Dorfes (ID)
• Werkzeuge zum Schutz und zur Förderung der Lebensenergie
• Hilfreiche Beziehungs-Regeln für ein wertschätzendes Miteinander – insbesondere in der Anwendung auf das Innere Dorf
• Beziehungsschal-Modell
• Identifizierung der DorfbewohnerInnen
• Erstellen des persönlichen Inneren Dorfes
• Kennenlernen der Inneren DorfbewohnerInnen: Körperausdruck, Anliegen, Interessen, Gefühle, Bedürfnisse, Fähigkeiten, Kompetenzen, Angewohnheiten, Rollen …
• Erkennen und Stärkung der eigenen Kompetenzen
• Beziehungen im ID: Kooperationen, Konflikte zwischen DorfbewohnerInnen
• Funktion und Erstellung einer Beziehungs-Mind Map
• Konfliktbearbeitung mit dem Inneren Dorf (interne + externe Konflikte)
Rolle des/der MediatorIn
• Grundlagen und Werkzeuge der Gewaltfreien Kommunikation: Empathie, Gefühle, Bedürfnisse und deren Anwendung in der Arbeit mit dem Inneren Dorf
• Konzept „Innere Erwachsene – Inneres Kind“
• Erkennen des Zusammenhangs zwischen unbewussten Kindheitsstrategien und dem Verlust der erwachsenen Kompetenz
• Übernahme von Verantwortung für die Lebensgestaltung, in Konfliktsituationen, Entscheidungen
• Anwendung des Inneren Dorfs auf mitgebrachte Alltagskonflikte

Hilfreich aber nicht Bedingung sind Vorkenntnisse in Gewaltfreier Kommunikation

Zielgruppe

Alle medizinisch, therapeutische und pädagogische Berufe sowie Pflegeberufe

Referent

Biertümpfel, Pettra

Literaturempfehlung

• Monika Wilke: Übungsbuch Einfühlsame Kommunikation
• Jaques Salomé: ESPERE (philosophischer Hintergrund)
• Marshall Rosenberg: Wie ich dich lieben kann, wenn ich mich selbst liebe
• Geiger+Baumgartner: Empathie als Schlüssel – Gewaltfreie Kommunikation in psychologischen Berufen
• Stefanie Stahl: Das Kind in dir muss Heimat finden

Uhrzeiten

Montag, der 30.11.2020 von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr.
Dienstag, der 01.12.2020 von 09.00 Uhr bis 16.30 Uhr.
Mittwoch, der 02.12.2020 von 09.00 Uhr bis 16.30 Uhr.

Seminarnummer2011-151
Beginn30.11.2020
Ende02.12.2020
Unterrichtseinheiten24
Fortbildungspunkte24
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr425,00 €*
Besonderheiten

*Zzgl. 15,00 € für Skriptgebühr und Arbeitsmaterialien . In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks. Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

Für die Teilnahme können 12 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werden.

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