Lebenswelt Bett - (1706-90)

Beendet

Dieses Semimar ist leider nicht mehr buchbar. Ihren nächsten Kurs zu diesem Thema finden Sie hier:

14.09.2017

______________________________________________________________________________________________
Wie können wir verstehen und nachempfinden, was Bettlägerigkeit für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld bedeutet? Welche Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um, den Pflegebedürftigen Lebensqualität und Lebendigkeit zu ermöglichen, sie in dieser Situation zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern?

Bettlägerigkeit verändert das Leben der Pflegebedürftigen, meist hochbetagten multimorbiden und an Demenz erkrankten Menschen umfassend und hat bedeutenden Auswirkungen auf Angehörige Freunde, Pflegende, Betreuende, Mitbewohner & Therapeutinnen.

Für gesunde Menschen ist das Bett ein Ort der Erholung und Entspannung und des Schlafes. Für Pflegende, Ärztinnen und Therapeutinnen ist das Bett eine Arbeitsfläche. Für den Pflegebedürftigen ist das Bett der verbliebene Lebensraum für die ihm verbleibende Lebenszeit. Der Bettlägerige Mensch hat nur noch rund 1,9 Quadratmeter „Wohnfläche“ für seine Lebenszeit, hier spielt sich alles ab: Wohnen, Essen, Waschen, „zur-Toilette-gehen“ – das Bett wird zum allumfassenden Lebensraum.

Wie also schaffen es Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende oder Therapeutinnen, diesen Lebensraum so angenehm und gemütlich wie auch praktisch zu gestalten und den Pflegebedürftigen im besten Fall in diese Gestaltung mit einzubeziehen? Unter den folgenden Gesichtspunkten vermittelt Ihnen das Seminar Inhalte, die zu einem besseren Verständnis helfen und zu neuen Ideen anregen können.

  • Der Mensch, der im Bett lebt – Wahrnehmung und Funktionen des menschlichen Daseins

  • Was führt zu Bettlägerigkeit – Aus der Sicht eines Patienten vs. aus der Sicht von Pflegenden, Betreuenden und Therapeutinnen
  • Interprofessioneller Dialog – Der umfassende Blick auf jeden einzelnen Betroffenen unter Berücksichtigung der biografischen Daten, Copingstrategien und individuellen Lebenserfahrungen
  • Helfen, sich Zeit nehmen, loben und mobilisieren – Kognitive Fähigkeiten fördern, Bewegung schmackhaft machen & Hilfestellungen anbieten
  • Geborgenheit im Zimmer ermöglichen – Verlust des „Zuhause-Gefühls“
  • Sprechen und berühren – Berührungen ermöglichen und am aktuellen sozialen Geschehen teilhaben lassen
  • Auf Augenhöhe mit dem Patienten sprechen – Nicht von oben herab

Jeder von Ihnen wünscht sich die beste Gesundheit bis in das hohe Alter. Wird dies jedoch durch Krankheiten oder Unfälle negativ beeinflusst, bleibt der Wunsch nach einem hohen Maß an Menschlichkeit derer, die sich um Ihre Bedürfnisse des täglichen Lebens kümmern. Pflegende, Ärztinnen, Betreuende, Therapeutinnen, Angehörige und Freunde sollten an einem Strang ziehen und bewusst wahrnehmen, wie sich der „Lebensraum Bett“ anfühlt.

Dieser Kurs unterstützt Sie, Bedürfnisse der Pflegebedürftigen gezielter zu erkennen und bewusst deren Willen als eigenständig wahrzunehmen.

Zielgruppe

Logopäden / Sprachtherapeuten
Medizinische Fachberufe
Palliativ- u. Hospizpflege
Patienten / Angehörige
Pflegeberufe
Physiotherapeuten
Therapeutische Berufe

Referent

Baumbach, Sabine

Literaturempfehlung

“Palliativpflege bei Demenz” von Monique Weissenberger-Leduc, Springer Verlag Wien, 2009 

“Palliative Care” von Kränzle, Schmidt, Seeger, Springer Verlag Berlin/Wien 2015
Nydahl, P., Bartoszek G. (2003): Basale Stimulation – neue Wege in der Pflege Schwerstkranke. Urban & Fischer Verlag.

Kojer, M., Schmidl (M.) (2011): Demenz und Palliative Geriatrie in der Praxis. Springer Verlag Wien.
Fröhlich, A., Christel Bienstein (2008 Basale Stimulation in der Pflege Verlag Kallmeyer, 5. Auflage 

gesamte Ausgabe Pflegen: Demenz – Über die Sinne erreichen. Kallmeyer 1. Quartal 2009

Baumbach, S. (2013): Lebenswelt Bett. praxis-ergotherapie, 5/2013 

Baumbach, S. (2014): Wenn sich das Leben auf den Lebens-«Raum» Bett reduziert. praxis- ergotherapie, 6/2014 


Uhrzeiten

Donnerstag, der 22.06.2017 von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Seminarnummer1706-90
Beginn22.06.2017
Ende22.06.2017
Unterrichtseinheiten8
Fortbildungspunkte8
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr99,00 € *
Besonderheiten

• Für die Teilnahme können 8 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werden.

Beendet

Immer auf dem Laufenden sein?
Newsletter anmelden

Wir unterstützen!
Kinderschutzring_1

Vorträge und Workshops:

05.10. / 18.30 - 21.00 Uhr
Rhetorik Vortrag "Du hast gut reden - Tu's" - Ob in Gehaltsverhandlungen oder bei der Partnerwahl, Rhetorik ist Ihr Handwerkzeug, um sich zu präsentieren! Lernen Sie, sich sicher und geschickt durch Gespräche & Situationen zu bewegen. Hier geht's zur Anmeldung 
 
04.11. / 16.00 - 18.00 Uhr
"Herzliches Beileid - und was dann?" Ein Vortrag zum Umgang mit Tod & Trauer
Hier geht's zur Anmeldung

Ausbildungen:
NEU ab 2018!

Weiterbildung zur Onkologischen Kosmetikerin & Physio-Onkologischer Berater!

Trampolin Akademie Trainer Kurs
10.11. - 12.11.2017 Trainer Kurs
 
Progressive Muskelrelaxation Seminarleiterschein
22.10. - 24.10.2017
Hier geht's zur Anmeldung
 
Prozessarbeit nach A. Mindell: Verbale u. nonverbale Konfliktlösungsmethoden
27.10. - 29.10.2017
Hier geht's zur Anmeldung

Weitere Veranstaltungstipps im Raum Hannover im Veranstaltungskalender auf eventfinder

Leibniz Kolleg Hannover
Schulungszentrum;
ein Unternehmen von
activera - Innovation in Helathcare
Innovation in Healthcare


activera® ist eine eingetragene Marke

Alle Kurse und Seminare hier im Seminarkalender

Seminarkalender