CIMT – Forced Use – Taub´sches Training (1802-19)

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Nach Schlaganfällen oder anderen neurologischen Erkrankungen kann es zu Lähmungen und Funktionsdefiziten der oberen Extremität kommen. Seit einigen Jahren hat sich eine Methode etabliert, um die motorischen Funktionsausfälle zu behandeln: die CIMT-Therapie (CIMT = Constrained-Induced Movement Therapie).

Begründet wurde die Therapie durch den amerikanischen Psychologen Edward Taub, der sie zunächst forced-use-Therapie nannte (= forcierter Gebrauch). Taub war der Ansicht, dass Schlaganfallpatienten die betroffenen Glieder häufig nicht mehr benutzen, weil sie durch die damit verbunden Schwierigkeiten entmutigt sind, sie zu gebrauchen.

Dieser „gelernte Nichtgebrauch“, argumentierte Taub, führe zu einer weiteren Verschlechterung der Lähmung.

Um den Prozess aufzuhalten, zwingt die CIMT-Methode (auch Taubsche Therapie genannt) den Patienten, das betroffene Körperglied intensiv zu bewegen. Dies geschieht, indem das nicht-betroffene Körperteil über einen längere Zeitraum eingeschränkt wird. Das gelähmte wird in der Zeit intensiv benutzt und trainiert. Durch ständig wiederholte Übungen wird die Entwicklung neuer neuronaler Pfade im Gehirn angeregt. Die Patienten lernen dadurch, die gelähmten Glieder wieder einzusetzen.

Hintergrund:
Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) ist CIMT (Constraint indouced movement Therapy) als eine der best untersuchtesten Methoden für die leichte und mittlere Armparese (Empfehlungsgrad A).

Lehrplan:
Grundlagen der neurologischen Arm-Hand-Rehabilitation
Neue evidenzbasierte Therapieansätze in Theorie und Praxis
Behandlungsansätze auch bei Spastik und Parese
Lagerung/Dehnung und schmerzhafte Schulter
Spezielle Themen / Videos/ Abschluss

Lernziel:
- Welche Patienten profitieren am meisten von CIMT
- Vorgehen und Hintergründe der CIMT Therapie
- Praktische Umsetzung in Klinik und Praxis
- Rahmenbedingungen und verhaltenstherapeutische Ansätze
- Erfolgreicher Einsatz auch in der Pädiatrie

Zielgruppe

alle (ohne Einschränkung)

Referent

Lamprecht

Literaturempfehlung

Taub E et al.: Technique to improve chronic motor deficit after stroke. Arch Phys Med Rehabil 74:347-354, 1993.
T. Platz : IOT. Impairment-Oriented Training. Schädigungs-orientiertes Training.
T.Platz/ S. Roschka: Rehabilitative Therapie bei Armlähmungen nach einem Schlaganfall Hippocampus Verlag

Uhrzeiten

Sonntag, der 25.02.2018 von 09:00 bis 17:00 Uhr

Seminarnummer1802-19
Beginn25.02.2018
Ende25.02.2018
Unterrichtseinheiten8
Fortbildungspunkte8
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr160,00 € *
Besonderheiten

Lehrmaterial:
Viele Videobeispiele verdeutlichen die Therapieansätze bei verschiedenen Patienten

Für diese Fortbildung können sich 8 Punkte für die Registrierung Beruflich Pflegender
angerechnet werden.

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20.01. / 09.00 - 17.00 Uhr
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